Reasoning-Tokens gelten bei den grossen Anbietern als geschützter Bereich: verschlüsselt übertragen, nicht für Endnutzer lesbar, offiziell nur ein internes Zwischenprodukt auf dem Weg zur Antwort. Ein neues Paper zerlegt genau diese Annahme. Es zeigt für Anthropic, OpenAI und Google, dass ein Angreifer gültige verschlüsselte Reasoning-Blöcke gezielt zwischen Sitzungen, Nutzern und kompatiblen Modellen desselben Anbieters übertragen kann. Bei Claude Haiku 4.5 genügte den Forschern dafür ein fixer Extraktionsprompt; bei GPT-5.6 Luna brauchten sie wechselnde Prompts, mehrere Versuche und zusätzliche Umgehungen.
Signal der Woche: Wenn verschlüsseltes KI-Reasoning die Sitzung wechselt
Ein Paper zeigt, wie sich verschlüsselte Reasoning-Blöcke von GPT-5, Claude und Gemini bis zum Patch in andere API-Kontexte übertragen und auslesen liessen.