Das KI-Briefing 31. März: Microsoft baut Copilot mit KI-Gegenkontrolle aus, Mistral sichert sich 830 Millionen für europäische Infrastruktur.
Microsoft: Copilot Cowork und KI als Gegenkontrolle
Microsoft rollt Copilot Cowork, basierend auf Anthropics Claude-Cowork-Technologie, breiter aus und gibt dem System Kalenderplanung sowie tägliche Briefings. Neu ist ausserdem die "Critique"-Funktion im Researcher-Tool: Ein Modell erstellt einen Entwurf, ein zweites Modell (von Anthropic oder OpenAI) prüft ihn kritisch. Das "Model Council"-Feature erlaubt es Nutzern, Antworten verschiedener Modelle direkt nebeneinander zu vergleichen. Alles Teil von Microsofts 365 Copilot Wave 3.
Mistral: 830 Millionen für Europa-Rechenzentrum
Das französische KI-Startup Mistral hat sich einen Kredit von 830 Millionen Dollar gesichert, ohne Firmenanteile abzugeben, aber mit entsprechendem Schuldenrisiko. Das Geld fliesst in ein Rechenzentrum in Bruyères-le-Châtel nahe Paris, ausgestattet mit 13.800 NVIDIA Grace Blackwell GB300 GPUs und 44 Megawatt Kapazität. Bis Ende 2027 soll die europäische Gesamtkapazität auf 200 Megawatt wachsen. Mistral profitiert direkt von der wachsenden europäischen Sorge vor technologischer Abhängigkeit von US-Konzernen, und ist damit aktuell das einzige europäische Frontier-KI-Unternehmen, das diese Nachfrage bedienen kann.