Drei Themen dominierten gestern die KI-Welt: SoftBank leiht sich 40 Milliarden Dollar – eine massive Wette auf einen OpenAI-IPO noch 2026. Google kopiert beim Gedächtnis. Und Soras Schicksal bleibt ungewiss.
SoftBank leiht sich 40 Mrd. – ungesicherter Kredit mit 12 Monaten Laufzeit
SoftBank hat einen ungesicherten Kredit über 40 Milliarden Dollar aufgenommen, bereitgestellt von JPMorgan Chase, Goldman Sachs und vier japanischen Banken. Ziel: die 30 Milliarden Dollar abdecken, die SoftBank in OpenAIs rekordverdächtige 110-Milliarden-Dollar-Runde gesteckt hat.
Das Entscheidende: Der Kredit läuft nur zwölf Monate. Das ist eine massive Wette darauf, dass OpenAI noch 2026 an die Börse geht – und der IPO-Erlös SoftBank die nötige Liquidität verschafft. Mehrere Medien, darunter CNBC, hatten bereits über OpenAI-IPO-Vorbereitungen für 2026 berichtet. SoftBanks Gesamtinvestition in OpenAI beläuft sich damit auf über 60 Milliarden Dollar.
Google lässt Gemini Gedächtnis von ChatGPT und Claude importieren
Google rollt eine neue Memory-Import-Funktion für Gemini aus: Nutzer können gespeicherte Erinnerungen, Vorlieben und Chatverläufe aus ChatGPT und Claude übertragen. Das Verfahren ist prompt-basiert – man kopiert einen von Google vorgeschlagenen Prompt in die bisherige KI-App, erhält eine Zusammenfassung und fügt diese in Gemini ein. Chatverläufe lassen sich zudem als ZIP-Datei bis 5 GB hochladen.
Jetzt zieht Google nach. Der Wettbewerb um langfristige Nutzerbindung über Gedächtnis-Portabilität hat begonnen.
OpenAI stellt Sora ein – Video-KI ohne klare Zukunft
OpenAI hat Sora, seinen Video-Generator, offenbar eingestellt oder zumindest in den Hintergrund gerückt. Details zur Entscheidung sind spärlich – laut TechCrunch wurde der Dienst aus dem Angebot genommen, während Meta gleichzeitig eigene rechtliche Niederlagen im KI-Bereich einstecken musste. Sora war seit dem Launch nie vollständig ausgerollt worden und blieb hinter den Erwartungen zurück.